Projekt Chlorreduzierung
Bericht der Allgemeinen Zeitung Uelzen vom 09.01.2003
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Super Wasserqualität im Sommerbad Stadensen |
Koli, Chlor und Komfort
-Die ISO Stadensen bereitet im tiefsten Winter die Sommersaison vor-
Im tiefsten Winter über den Sommer reden? Warum nicht? Denn der nächste Sommer kommt bestimmt. Und mit ihm die Freibadsaison. Auch im Sommerbad Stadensen! Darauf gilt es sich vorzubereiten, auf dass die Saison 2003 ähnlich erfolgreich oder gar noch besser wird als die vergangene. Da zählte das Bad nach Angaben der Betreiber mehr als 40 000 Besucher. " Der Erfolg wurde uns nicht in den Schoß gelegt, sondern er wurde hart erarbeitet und hat viele Namen", stellt das Karl-Heinz Bormann von der Interessengemeinschaft Sommerbad Stadensen fest. Und einer dieser Erfolgsgaranten sei: "gesundes Badewasser". Denn in Stadensen lief 2002 ein Pilotprojekt an, das in diesem Jahr noch verbessert werden soll, um dann ausgereift für die Zukunft Bestand zu haben.
Ziel dieses Projektes ist es, ohne Zuführung von Chlor eine optimale Wasserqualität zu erreichen. Forscher Winfried Dochow hat "memon Transformersystem" entwickelt und Martin Evers aus Strothe der Gemeinde das Angebot für ein Pilotprojekt unterbreitet, das zudem von der Fachhochschule Suderburg wissenschaftlich begleitet wird.
Eine hervorragende Wasserqualität soll zu mehr Komfort und Gesundheit für die Besucher beitragen, soll eine höhere Auslastung des Bades ermöglichen, was wiederum durch die Mehreinnahmen zum Erhalt des Bades beiträgt. Und durch die Zuführung des unbelasteten Wassers in das Abwassersystem werde zudem die Umwelt weiter entlastet.
Dass das Konzept bereits im ersten Jahr gegriffen habe, das belegen die guten Besucherzahlen. Das belege aber auch der Chlorverbrauch im Bad, der von 6,5 Kilo in der Saison 2001 auf 4,3 Kilo pro Badetag in der Saison 2002 gesenkt werden konnte.
Und das belegen die von der Fachhochschule gemessenen und ausgewerteten Keimzahlen auf Kolibakterien. Wird dort eine Gesamtmenge von 1500 noch tolerier, so lagen die Werte in Stadensen bei Null.
" Diesen Standard zu halten und wenn möglich noch zu verbessern, daran arbeiten wir", sagt Bormann. Auch im Winter. Schließlich müsse genau durchdacht, geplant und koordiniert werden, was wo investiert werden soll, wie der Kassen-, Reinigungs-, Kioskbetrieb laufen soll, wie Leute motiviert und aktiviert werden, wie Sponsoren gewonnen und gehalten werden können.
Weitere Informationen zum Wassertransformer-System unter: